
Der Tagesgeldvergleich
An wen richtet sich das Tagesgeldangebot? Der zu einem Tagesgeldangebot angegebene Zinssatz ist ein wichtiges Kriterium für die Beurteilung der Rendite, es gibt jedoch weitere Einflussfaktoren. Zunächst sollte in einem Tagesgeldvergleich geklärt werden, an welche weiteren Bedingungen der beworbene Zinssatz geknüpft ist. Viele Banken nutzen Tagesgeldkonten als Instrument zur Neukundengewinnung und bieten diesen daher besonders günstige Konditionen. Als Neukunde gilt dabei nur, wer bislang keinerlei Geschäftsbeziehungen zu der betreffenden Bank unterhält. Hinzu kommt, dass der Zinssatz für Neukunden meist nur für einen relativ kurzen Zeitraum gewährt wird, üblich sind hier Fristen von sechs Monaten oder einem Jahr. Des Weiteren ist zu prüfen, ob dieser Zinssatz an eine Mindestanlagesumme geknüpft ist. Einige Anbieter gewähren den beworbenen Zinssatz nur für Anlagen bis zu einer vorgegebenen maximalen Höhe. Übersteigt der Anlagebetrag diese Summe, wird der restliche Betrag deutlich niedriger verzinst.
Zinseszinsen beachten! Zinsen werden bei den verschiedenen Anbietern unterschiedlich oft gutgeschrieben, wobei das Spektrum von einer monatlichen bis zu einer jährlichen Zinsgutschrift reicht. Die Regel ist sehr einfach: Je häufiger Zinsen gutgeschrieben werden, desto höher ist bei gleichem Nominalzins die Rendite. Grund dafür ist der Zinseszinseffekt. Auf gutgeschriebene Zinsen werden ab dem Zeitpunkt der Gutschrift ebenfalls Zinsen gezahlt, weswegen frühzeitige Zinsgutschriften die Rendite steigern. Selbstverständlich ist jedoch auch zu prüfen, ob die Rendite durch irgendwelche erhobenen Gebühren geschmälert wird. Anders als im Fall von Krediten wird zu Tagesgeldkonten kein effektiver Jahreszins angegeben. Mögliche versteckte Nebenkosten muss der Anleger bei seinem Tagesgeldvergleich daher selbst berücksichtigen.
Sicherheit beim Tagesgeldvergleich
Wer sich nicht ausgerechnet auf die Suche nach besonders lukrativen Angeboten aus verschiedenen Karibikstaaten macht, braucht sich über das Thema Sicherheit beim Tagesgeldvergleich keine Gedanken zu machen. Bereits die gesetzliche Einlagensicherung reicht für den durchschnittlichen Anleger vollkommen aus, sie garantiert für Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro. Auch weit darüber hinaus gehende Beträge sind bei nahezu allen in Deutschland aktiven Banken über zusätzliche Einlagensicherungsfonds garantiert. Neben wenigen Privatbanken bilden deutsche Niederlassungen von Banken aus anderen EU-Staaten eine wichtige Ausnahme. Diese können die Einlagensicherung ihres Heimatlandes anwenden. .










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